Krankenversicherung in der Schweiz – das sollten Auswanderer wissen

Das Thema Krankenversicherung Schweiz ist ein sehr wichtiges Thema. Denn ganz anders als beispielsweise in Deutschland muss sich jeder selbst um seine Krankenversicherung kümmern. Doch beschränkt sich dies nicht nur auf die Suche einer Krankenkasse. Denn auch die Vereinbarung der Rahmenbedingungen und die Bezahlung der monatlichen Krankenkassenbeiträge obliegen einem jeden selbst, ob nun Selbstständiger oder Arbeitnehmer. Doch bedeutet dies nicht, dass man frei entscheiden kann, ob man sich versichert oder nicht. Denn bis auf einige wenige Ausnahmen besteht in der Schweiz eine Versicherungspflicht.

Die Grundversicherung ist per Gesetz geregelt. Deshalb sind die Leistungen auch bei allen Krankenkassen in der Schweiz identisch. Doch gibt es natürlich auch die Möglichkeit, die Leistungen zu erweitern, etwa um spezielle Sonderbehandlungen, ein Einzelzimmer im Krankenhaus oder Ähnliches. Dies geht ganz einfach über den Abschluss von sogenannten Zusatzversicherungen. Eine solche Zusatz Krankenversicherung ist allerdings mit entsprechenden Kosten verbunden.

Wie hoch der Beitrag für die Grundversicherung ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel vom Wohnort, dem Alter oder der Höhe der Franchise. Ganz anders als in Deutschland wirkt sich aber das Einkommen des Versicherungsnehmers nicht auf die Höhe des monatlichen Versicherungsbeitrages aus. Eine Familienversicherung ist in der Schweiz nicht vorgesehen. Hier muss jedes Familienmitglied eigenständig versichert werden. Kinder und Jugendliche zahlen allerdings einen geringeren Beitrag.

Sowohl bei den Prämien als auch in der Abrechnung, der Rückzahlungszeit und zusätzlichen Serviceleistungen gibt es bei den Krankenkassen mitunter enorme Unterschiede. Was jedoch überall gleich ist, ist der Wechsel der Grundversicherung. Denn dieser ist landesweit zum 31. Dezember möglich. Im Falle eines Wechsels muss die neue Krankenkasse den Versicherungsnehmer aufnehmen, denn dazu sind diese gesetzlich verpflichtet. Einzige Voraussetzung: Die Kündigung muss bis spätestens zum 30. November eingegangen sein. Bei den Zusatzversicherungen gilt es hingegen aufzupassen. Denn hier ist die neue Krankenkasse nicht verpflichtet, den Versicherungsnehmer aufzunehmen. Auch gelten bei der Kündigung von eventuell vorhandenen Zusatzversicherungen die jeweils vertraglich vereinbarten Bedingungen.

Unser Tipp

Bevor man sich für eine Krankenkasse entscheidet, sollte man vorerst einen Krankenkassenvergleich vornehmen. Denn bei den Leistungen der verschiedenen Krankenversicherungen in der Schweiz gibt es durchaus Unterschiede. Am besten werden einige Angebote angefordert, wie beispielsweise eine Zusatzversicherung von SWICA. Dabei sollte aber auf die Unfalldeckung geachtet werden. Denn bei Arbeitnehmern mit mehr als acht Arbeitsstunden pro Woche ist die Unfallversicherung bereits über die Arbeitgeber Versicherung abgedeckt.